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Lebenslauf

Dr. Michael Leodolter, geb. 23.05.1949 in Wien

Sohn von Primaria Dr.med. Ingrid Leodolter, Internistin, ärztlicher Direktorin des Erzherzogin-Sophienspitals, Bundesministerin für Gesundheit und Umweltschutz in der Regierung Kreisky von 1971 bis 1979 und
Dkfm. Dr. Josef Leodolter, Obersenatsrat der Stadt Wien, MA 17, gleichzeitig langjähriger Verwalter des St.-Anna-Kinderspitals.

Ein um 6 Jahre älterer Bruder Prof. Dr. Sepp Leodolter, Gynäkologe, Vorstand der gynäkologischen-geburtshilflichen Abteilung des AKH Wien.


Verheiratet seit 1988 mit der Schauspielerin Michaela Scheday, verwitwet seit 2004.
Eine Tochter, Hannah Leodolter, Jahrgang 1988, studiert Jus und arbeitet in Wien.

 

Besuch der Volksschule im 14. Bezirk Diesterweggasse, und der Mittelschule Realgymnasium im 12. Bezirk, Rosagasse, zwischen 1959 und 1967.

Medizinstudium an der Medizinischen Fakultät der Universität Wien von 1967 bis 1975. Alle 16 Prüfungen zu den drei Rigorosen des Medizinstudiums mit Auszeichnung bestanden.
Promotion sub auspiciis praesidentis rei publicae im Sommer 1975.

 

Medizinischer Werdegang

Ausbildung zum Psychoanalytiker und psychoanalytischen Psychotherapeuten bei der Wiener Psychoanalytischen Vereinigung ab 1969, über 1000 Stunden Lehranalyse, Seminare und Kontrollfälle bei der Wiener Psychoanalytischen Vereinigung.

Ausbildung zum Facharzt für Psychiatrie und Neurologie zwischen 1975 und 1981 auf einer Bundesstelle ad personam an der Psychiatrischen Universitätsklinik Wien, an der Neuropsychiatrischen Universitätsklinik des Kindes und Jugendalters Wien und an der Neurologischen Universitätsklinik Wien:
1 Jahr Männerstation, 1½ Jahre Psychiatrisches Krankenhaus für Schizophrene Menschen in Lanzendorf, ½ Jahr Neurologische Universitätsklinik Wien, 1 Jahr Universitätsklinik für Kinder und Jugendneuropsychiatrie in Wien, 1 Jahr Tagesklinik an der Psychiatrischen Universitätsklinik Wien, 1 Jahr Internes Gegenfach an der Poliklinik Wien.

 

1975 Gründung der Gewerkschaftlichen Arbeitsgemeinschaft Kritische Universität (GAKU) an der Medizinischen Fakultät der Universität Wien, viele Jahre Vorsitzender der GAKU und Listenführer und stellvertretender Vorsitzender aller Assistentenvertreter an der Medizinischen Fakultät, langjähriges Mitglied der Klinikkonferenz der Psychiatrischen Universitätsklinik, langjähriges Mitglied der entscheidungsbevollmächtigten Personalkommission an der Medizinischen Fakultät der Stadt Wien, gewählt zum Mitglied des Akademischen Senats Wien als einer der beiden Assistentenvertreter für vier Jahre, Mitglied der Bundeskonferenz des Wissenschaftlichen Personals aller Universitäten und Hochschulen Österreichs als der Vertreter der Universität Wien durch mehrere Jahre.
Mitglied einer Vielzahl von Habilitationskommissionen und Berufungskommissionen.

 

Nach Abschluss der Weiterbildung zum Facharzt für Psychiatrie und Neurologie mit 31.07.1981 und Berechtigung zur Berufsausübung als Facharzt für Psychiatrie und Neurologie, Niederlassung als Facharzt für Psychiatrie und Neurologie,
Psychoanalytiker und Psychoanalytischer Psychotherapeut,
sowie Psychoanalytischer Familientherapeut in einer Praxis im 1. Bezirk, Schellinggasse 5.

 

Ab dem Jahre 1975 führender Mitarbeiter der Reform der Psychiatrischen und Psychosozialen Versorgung in Wien, zuerst in einer Arbeitsgruppe der Sozialpsychiatrischen Abteilung der Psychiatrischen Universitätsklinik Wien (Prof. Katschnig). Ab 1978 Beauftragter der Stadt Wien für die Errichtung eines Sozialpsychiatrischen Ambulatoriums in Floridsdorf:
Wissenschaftliche Vorbereitung der Errichtung eines sozialpsychiatrischen Modellsektors für den 20. und 21. Wiener Gemeindebezirk in Floridsdorf, letztverantwortlicher Arzt gegenüber der Magistratsabteilung 15 für die Planung, Organisation und Durchführung der Errichtung des Sozialpsychiatrischen Ambulatoriums Floridsdorf in der Schöpfleuthnergasse zwischen 1979 und 1981, welches mit der Jahreswende 1980/1981 als erstes Sozialpsychiatrisches Ambulatorium des Psychosozialen Dienstes in Wien in Betrieb genommen werden konnte.

 

Engster Mitarbeiter von Dr. Stephan Rudas: Konzeption und Ausarbeitung der Psychiatriereform in Wien („Zielplan zur Reform der psychiatrischen und psychosozialen Versorgung in Wien“).
Zusammen mit Dr. Stephan Rudas (Psychiatriebeauftragter der Stadt Wien und Chefarzt des Kuratoriums Wiener Psychosozialer Dienste) Planung und Durchführung der Psychiatriereform in Wien („Zielplan zur Reform der psychiatrischen Psychosozialen Versorgung in Wien“) 1979.

 

Gründungsmitglied und Vorsitzender des Vereins „Arbeitsgemeinschaft Psychiatriereform“ seit 1978.
Die Arbeitsgemeinschaft hat eine Reihe wissenschaftlicher Symposien (insbesondere auch zu den Problemen der Vorurteile gegenüber psychisch kranken und behinderten Menschen sowie zu den Vernichtungsmaßnahmen gegenüber psychisch kranken und behinderten Menschen – „Vernichtung lebensunwerten Lebens“ im 3. Reich von 1939 bis 1945) organisiert und veranstaltet.
Von der Arbeitsgemeinschaft Psychiatriereform wurde die wissenschaftliche sozialpsychiatrische Zeitschrift „Psychosoziale Arbeit“ über Jahre herausgegeben.

In den Jahren 1980 und 1981 wurde von der Arbeitsgemeinschaft Psychiatriereform eine Vielzahl kultureller Veranstaltungen im Psychiatrischen Krankenhaus der Stadt Wien: Kostümball (mit 200 Kostümen des Wiener Volkstheaters), Frühlingsfest, Symphonikertag, Muttertagsfeiern, Elefantenreiten, Zirkusveranstaltungen, Punkrockfest, Filmvorführungen, eine große Zahl von Theateraufführungen und Musikveranstaltungen (Dradiwaberl, Hallucination Company, Kevin Coyne und viele andere) in Zusammenarbeit mit den Wiener Festwochen und den Wiener Bezirksfestwochen organisiert und finanziert.
Produktion eines einstündigen ORF-Dokumentarfilmes zusammen mit Jörg Eggers, Filmveranstaltungen am Ort, im großen Theatersaal, Reparatur der Orgel der Steinhofkirche. Außerordentlich großer Anteilnahme der Wiener Bevölkerung und der medialen Öffentlichkeit, Öffnung des Psychiatrischen Krankenhauses von außen nach innen. Gedenkveranstaltung für die Opfer der Aktion T4 „Vernichtung lebensunwerten Lebens“ im Jahre 1980 an der Psychiatrischen Universitätsklinik. Mahnwache 1988.

 

Ab November 1981 Ärztliche Leitung des Sozialpsychiatrischen Ambulatoriums im 10. Bezirk (Wohnbevölkerung 180.000, Psychiatrische Krankenanstalt mit allen Rechten und Pflichten einer Krankenanstalt, vier Fachärzte für Psychiatrie und Neurologie, psychiatrische Krankenpflegepersonen, Sozialarbeiter, Psychologen, Ergotherapeuten, Betreuer). Insgesamt sind seit dieser Zeit bis heute etwa 20.000 Einzelpatienten behandelt und betreut worden.
Durchschnittlich 50 ambulante Patienten pro Arbeitstag sowie 35 Patienten der Tagesklinik und Tagesstätte des Sozialpsychiatrischen Ambulatoriums. Diese Funktion als Primarius und ärztlicher Leiter wird bis zum heutigen Tage – also nunmehr 31 Jahre – ausgeübt.

 

Ab 1.1.1986 Primarius und Ärztlicher Vorstand ursprünglich der 1. Psychiatrischen Abteilung des Psychiatrischen Krankenhauses Baumgartner Höhe (Regionalabteilung, zuständig für die vollstationäre und intramural teilstationäre psychiatrische Versorgung der Bevölkerung des 12., 13. Und 23. Wiener Gemeindebezirks), später 6. Psychiatrische Abteilung des Sozialmedizinischen Zentrums Baumgartner Höhe – Otto-Wagner-Spital.

 

Rehabilitation der chronisch psychisch kranken hospitalisierten Patienten der Abteilung in einen privaten Wohn- und Lebensbereich. Übersiedung der erwachsenen geistig Behinderten der Abteilung in kleine geschützte Wohngemeinschaften (Lebenshilfe, Jugend am Werk und andere). Aufbau und Ausbau der ambulanten und teilstationären (Tagesklinik, Nachtspital) Einrichtungen der eigenen Abteilung.

Gleichzeitig wurden im Rahmen der psychiatrischen Regionalabteilung ab 1987 eine sozialpsychiatrische Ambulanz, eine sozialpsychiatrisch rehabilitative Tagesklinik, ein therapeutisches Wohnheim am Standort des Psychiatrischen Krankenhauses in Betrieb genommen.

Es konnte die Zahl der Betten der regional zuständigen psychiatrischen Abteilung zwischen 1986 und 1992 innerhalb von sechs Jahren und bis zum heutigen Tag von ursprünglich 165 Betten auf 40 Betten reduziert werden:
165 Betten am 1.1. 1986 (auf fünf Stationen – vier Stationen zu je 35 Betten, eine Station zu 25 Betten) auf 40 Betten (auf zwei Stationen zu je 20 Betten).

Aufbau und Leitung des Sozialpsychiatrischen Konsiliar- und Liaisondienstes für das Krankenhaus Hietzing ab 2002.

 

Teilnahme an einer großen Zahl einschlägiger wissenschaftlicher Symposien und Kongresse, Mitglied zahlreicher wissenschaftlicher und sozialpsychiatrischer Vereinigungen, Verfasser einer großen Zahl wissenschaftlicher Arbeiten in den Bereichen Psychoanalyse und psychoanalytische Psychotherapie, Psychiatrie und Sozialpsychiatrie.

 

Seit 1.9.2009 in Alterspension bei der Stadt Wien, aber weiterhin als ärztlicher Leiter des Sozialpsychiatrischen Ambulatoriums Favoriten tätig.